Verpatzte Hochzeit: Zwei Kellner für 150 Hochzeitsgäste?

Amtsgericht München Verpatzte Hochzeit: Zwei Kellner für 150 Hochzeitsgäste? Der Beklagte feierte seine Hochzeit in der Gaststätte des Klägers. Zum Streit kam es, nachdem der Beklagte von den vereinbarten 7530 Euro nur 3000 Euro zahlte. Für 150 Gäste seien nur zwei Kellner zur Verfügung gestanden, so der Beklagte. Beim Servieren habe man selbst helfen müssen. Allein das Servieren der Suppe habe 90 Minuten gedauert. Der Sachverhalt

Der Kläger betreibt eine Gaststätte. In dieser feierte der Beklagte seine Hochzeit. Es wurde ein Vertrag über die Verpflegung von 170 Erwachsenen zu je 42 Euro pro Person und 26 Kindern zu je 15 Euro pro Kind geschlossen. Der Beklagte zahlte von den vereinbarten 7530 Euro nur 3000 Euro.

Der Gastwirt verlangt vom Beklagen den Restbetrag von 4530 Euro. Dieser weigert sich zu zahlen, da an der Hochzeit nur 150 Gäste teilgenommen hätten und nur zwei Kellner zur Verfügung gestanden hätten. Die Familie und Freunde des Hochzeitspaares hätten beim Servieren mithelfen müssen. Allein das Servieren der Suppe habe 90 Minuten gedauert. Das spezielle Kinderessen wurde nicht serviert.

Die Entscheidung des Amtsgerichts München

Das Amtsgericht München verurteilte den Beklagten zur Zahlung von 1939 Euro. Und wies im Übrigen die Klage ab. Die Richterin hat entschieden, dass es nach dem zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag unerheblich ist, dass an der Hochzeit weniger Personen teilgenommen haben, da der Gastwirt sich auf die angegebene Personenzahl vorbereiten musste und entsprechend Spesen und Getränke bereitgestellt hat.

Gericht: Bewirtung durch den Gastwirt war mangelhaft

Nachdem das Gericht 14 Zeugen angehört hat, kam es zur Überzeugung, dass die Bewirtung durch den Gastwirt mangelhaft war im Hinblick auf die Qualität der Speisen und die Wartezeit für die Bewirtung ...

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