Tanz ins Glück?

Selbständige Tanzlehrer können versicherungspflichtig in der Künstlersozialkasse (KSK) sein.


Manchmal werden Streitigkeiten bis zum Bundessozialgericht weitergeführt, über die man sich etwas wundert. Mit Urteil vom 25.11.2015 (B 3 KS 3/14 R) musste das Bundessozialgericht klarstellen, dass auch moderne Tanzformen wie Jazztanz, Modern Dance und Hip Hop eine künstlerische Tätigkeit im Sinne des § 1 KSVG darstellen können.


Ausgangspunkt war die Klage einer selbständigen Tanzlehrerin, die hauptberuflich in verschiedenen Tanzschulen unterrichtete mit dem Ziel, ihre Schüler zu Tänzern und Tänzerinnen auszubilden. Sie stellte einen Antrag auf Versicherung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz, da sie im Sinne des § 1 KSVG darstellende Kunst, nämlich Jazztanz, Modern Dance und Hip Hop lehrte. Die Aufnahme in die KSK wurde ihr jedoch verweigert weil seitens der Künstlersozialkasse aufgrund eines früheren Urteils des Bundessozialgerichts (BSG SozR 4-5425 § 2 Nr 10 RdNr 18 f - "Tango Argentino“) die Auffassung vertreten wurde, dass Jazztanz grundsätzlich keine darstellende Kunst, sondern lediglich Breitensport sei.






Das Bundessozialgericht hat nun klargestellt, dass es für die Frage der Versicherung nach dem KSVG - soweit alle weiteren Voraussetzungen erfüllt sind - entscheidend darauf ankommt, ob der Tanz als Sport oder ob er als Kunstform unterrichtet wird. Ob Tanz als Sport oder als Kunstform betrieben wird, hängt nicht von der Tanzrichtung ab. Vielmehr ist in jedem Einzelfall zu prüfen, in welchem Kontext der Tanz bzw. der Tanzunterricht schwerpunktmäßig ausgeübt wird und ob er als Sport betrieben oder als Kunst dargeboten wird ...

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