Pharmamarkt in Russland: Einkaufsregelung für Medikamente

von Thomas Heidemann

Mit der Regierungsverordnung № 1289 vom 30. November 2015 schränkt Russland den staatlichen Einkauf von im Ausland hergestellten Medikamenten ein.

Lokal produzierte Medikamente werden von Russland zukünftig bevorzugt. Es gilt die Regel des „überflüssigen Dritten“:

Staatliche und regionale Käufer sind verpflichtet, Arzneimittel ausländischer Hersteller, die nicht in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) produziert werden, abzulehnen. Dies gilt für den Staat oder staatliche Unternehmen, die im Register der unentbehrlichen Arzneimittel (,,EDL List“) aufgeführte Arzneimittel einkaufen.

Voraussetzung ist, dass es nicht weniger als zwei Angebote aus der EEU gibt, die entweder Medikamente mit dem gleichen, internationalen patentneutralen Namen anbieten oder den selben chemischen oder denselben Gruppennamen tragen.

Einschränkung der Regierungsverordnung gilt teilweise erst ab 2017

Zurzeit umfasst die EEU Russland, Kasachstan, Weißrussland, Kirgistan und Armenien. Das Herstellungsland eines Arzneimittels wird nach den Regelungen der CIS vom 20. November 2009 für die Bestimmung des Herstellungslandes eines Produktes (Herkunftsregelung) bestimmt und durch ein Herstellungszertifikat bestätigt.

Bis zum 31. Dezember 2016 wird die neue Regelung auf Medikamente, die teilweise in der EEU lokalisiert hergestellt werden, nicht angewendet ...

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