Blattlt {11/52}

von Liz Collet

1.

Den Polizeifunk abzuhören, ist verboten. Das hat gute Gründe, die man eigentlich nicht erklären muss. Wer etwa gerade Opfer eines Überfalles ist, wird nicht so hübsch finden, wenn die Täter via Polizeifunk oder Smartphone und FB-Posts erfahren, dass man bereits und in welcher Einsatzstärke usw. anrückt.

Die Bürgernähe von Polizei und deren Pressestellen via social media scheint indessen manchen zur Annahme zu verleiten, dass selbige nun das liefern müsse, was der Polizeifunk nicht jedem verraten würde. Die Polizei München hat nun in einem charmant-ironischem Beitrag denen Contra gegeben, die hinter nicht laufend live berichteten sämtlichen Informationen Verschwörungstheorien und Informationszensur und Geheimniskrämerei wähnen. Für alle, die scheinbar meinen, Facebook, Twitter & Co wären der Ersatz für den Polizeifunk, den Bürger aus guten Gründen eigentlich nicht abhören dürfen und dafür da, sie durch Liveberichte zu unterhalten, weil TV -Programme nicht mehr sensationell genug sind.

2.

Wie oft kümmern Sie sich um die Grabpflege von Grabstellen Angehöriger, für die Sie zuständig sind oder die Sie allein oder gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern in Absprache mit diesen übernommen haben? Die Frage kommt nicht von ungefähr – warum, dazu gleich mehr.

Während die einen ihren digitalen Nachlass wochenlang zu regeln versuchen und an Hürden, ihre digitalen Spuren im Fall der Fälle automatisch oder durch Angehörige dann löschen zu lassen, scheitern, ist anderen eine digitale Unsterblichkeit wichtig. So manchem scheint es wichtig und nötig und ist als Bedürfnis legitim, virtuelle Trauerräume zu schaffen oder nutzen. Andere sehen Notwendigkeiten, QR-Codes an Grabsteinen zu platzieren. Doch gibt es dessenungeachtet nach wie vor Grabstellen, -kreuze und -steine, die besucht werden ...

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  • Der letzte Link: Trauer geht online | BR.de

    br.de - 4 Leser - Quadrate aus schwarzen und weißen Pixeln - mit dem Smartphone eingescannt, leiten diese sogenannten QR-Codes auf eine Homepage weiter. Jetzt gibt es sie in Deutschland auch auf Grabsteinen. Von Theresa Volk

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