Totenschein: Tod nach Sturz ist grundsätzlich unnatürliche Ursache

von Liz Collet

Rund 2000 Tötungsdelikte per anno bleiben nach Schätzungen von Experten unentdeckt, manche gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Banale Beispiele des Alltags können auch Haushaltsunfälle sein. Der Frühjahrsputz und die anmutig verlockende Hoffnung, eine schon länger gehegte Trennungsabsicht nicht auf familienrechtliche, sondern erbrechtliche Weise in die Realität umzusetzen und in einer saisonal ohnehin erhöhten Unfallzahl der Statistiken von Haushaltsunfällen ein- und darin untergehen und verschwinden lassen zu können, muss dabei nicht die alleine Möglichkeit sein.

Denn auch ohne Mitwirkung oder Verursachung durch Dritte bietet der harmlos erscheinende Fensterputz mit einem Sturz von der Leiter und innerlichem Verbluten beispielsweise an einer Milzruptur einiges Potential an Fehlern beim Totenschein und seiner Bedeutung und Rechtsfolgen.
So eindeutig ein Todesfall durch einen solchen Sturz scheinen mag und den Arzt verführen möchte, diesen als “natürlich” zu bescheinigen – es ist auch hierbei unverzichtbar, hier die Todesart als „nicht-natürlich“ anzugeben und die Polizei einzuschalten.

Bei geriartrischen Patienten sind Stürze nicht selten durch Faktoren wie Demenz, Mangelernährung, neurologische oder kardiale Erkrankungen ausgelöst ...

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