Die Aufklärung von fremdsprachigen Patienten

von Dr. Florian Wölk

Die Aufklärung von fremdsprachigen Patienten von Dr. Florian Wölk am 14. März 2016, Rubrik: Arzthaftung, Aufklärung, Patientenrechtegesetz

In der Praxis herrscht nach wie vor Unsicherheit über die Anforderungen an die Aufklärung von fremdsprachigen Patienten. Gerade in größeren Krankenhäusern aber auch in Arztpraxen mit einen höheren Anteil von fremdsprachigen Patienten ist die Problematik der Verständigung mit fremdsprachigen Patienten auch ein haftungsrechtliches Problem. Wir haten uns bereits in dem Artikel „Ärztliche Aufklärung und Sprachbarrieren“ mit der Thematik befasst.

Denn die gesetzlich vorgesehenen umfassenden Aufklärungspflichten des Arztes (§ 630e BGB) gelten auch gegenüber dem fremdsprachigen Patienten. Im Streitfall hat auch hier der Arzt die volle Darlegungs- und Beweislast für die Aufklärung und die gelungene Kommunikation mit dem Patienten. Eine Reduzierung der Aufklärungspflicht oder etwaige Beweiserleichterungen kommen dem Arzt bei der Aufklärung des fremdsprachigen Patienten nicht zugute. Dazu gehört auch, dass der Arzt im Prozess darlegen und unter Beweis stellen muss, dass der Patient der Aufklärung folgen konnte (KG Berlin, Urteil vom 08.05.2008 – 20 U 202/06 –) ...

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