Auf den Hund gekommen- rechtliche Aspekte der Hundehaltung

von Dr. Sylvia Meyerhuber

Wer sich für ei­nen Hund ent­schei­det, stellt si­cher­lich vor­her ei­nige Über­le­gun­gen an. Wie viele recht­li­che Fra­gen ein Hund auf­wirft, ist da­bei den We­nigs­ten klar. Doch es fängt be­reits beim Kauf ei­nes Hun­des an: Was kaufe ich ei­gent­lich? Ei­nen Hund, klar. Aber wie wird ein Tier als Kauf­ge­gen­stand be­han­delt? Das Bür­ger­li­che Ge­setz­buch stellt zu­nächst ein­mal klar, dass Tiere keine Sa­chen sind. Ei­gent­lich auch klar, es sind ja Tiere. Al­ler­dings re­gelt das Ge­setz wei­ter, dass die für Sa­chen gel­ten­den Vor­schrif­ten auch für Tiere ent­spre­chend an­zu­wen­den sind. D.h. je­der Kunde wird beim Kauf ei­nes Hun­des ge­nau so be­han­delt wie beim Kauf ei­ner Tasse oder ei­ner Uhr. Es gel­ten also die­sel­ben Rechte und Fris­ten. Ist der Hund beim Kauf krank, liegt viel­leicht ein Sach­man­gel vor. Das kann zur Folge ha­ben, dass der Hun­de­käu­fer eine Nach­er­fül­lung, Min­de­rung des Kauf­prei­ses oder viel­leicht so­gar Scha­dens­er­satz ver­lan­gen oder vom Ver­trag zu­rück­tre­ten kann.

Als Tier­lieb­ha­ber wünscht sich je­der Hun­de­be­sit­zer na­tür­lich, dass sein Tier auch im Gar­ten her­um­to­ben kann. Nicht alle Hun­de­be­sit­zer ha­ben aber diese Mög­lich­keit. Hunde wer­den oft auch in der Woh­nung, in ei­ner Miet­woh­nung, ge­hal­ten. Ob die Tier­hal­tung ei­nes Mie­ters al­ler­dings er­laubt ist, wird im Miet­ver­trag be­stimmt. Fehlt in ei­nem Miet­ver­trag die Re­ge­lung, ob Tier­hal­tung er­laubt ist, ist die Rechts­lage um­strit­ten. In­so­weit sollte vor An­schaf­fung ei­nes Hun­des die Er­laub­nis des Ver­mie­ters ein­ge­holt wer­den, am bes­ten schrift­lich und auf den kon­kre­ten Hund be­zo­gen ...

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