Kein Schmerzensgeld trotz defekter Zugtoilette

von Peter Ratzka

Es muss sicherlich sehr unangenehm gewesen sein: Die Klägerin stieg schon mit Harndrang in einen Zug ein. Die Zugtoilette jedoch defekt. Während der fast zweistündigen Fahrt zu ihrem Ziel schaffte es die Klägerin, den Harndrang zu unterdrücken. Auf dem Zielbahnhof kam es dann zur unkontrollierten Entleerung der Blase.

Die Klägerin verlangte nun von der Bahngesellschaft Schmerzensgeld. Sie sei nicht darauf hingewiesen worden, dass die Zugtoilette defekt sei. Als Schmerzensgeld forderte sie 400,- €. Das Amtsgericht Trier sprach ihr 200,- € zu. Auf die Berufung beider Parteien hin wies das Landgericht Trier die Klage ab (LG Trier , Urteil vom 19.02.2016 – 1 S 131/15).

Offen ließ das Gericht die Frage, ob die Bahn verpflichtet gewesen wäre, auf die defekte Zugtoilette hinzuweisen. Das sei zwar naheliegend, führe jedoch nicht zu einem Schmerzensgeldanspruch ...

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