Jeder Webseitenbetreiber ist für das, was auf seinen Seiten mit Nutzerdaten passiert verantwortlich!

von Daniela Windelband

So hat das Landgericht Düsseldorf in einem Rechtsstreit zwischen der Verbraucherzentrale NRW und dem Unternehmen Fashion ID der Unternehmensgruppe Peek & Cloppenburg entschieden (Az. 120 151/15). Wieso auch nicht, mag man sich hier fragen. Das Problem war der „Gefällt-mir“-Button von Facebook. Fashion ID hatte den „Like“-Button als direkten Plug-In auf seiner Unternehmensseite eingebunden.

Das Problem

Bei einer direkten Einbindung sog. Social Media-Buttons stellen diese bereits beim Laden der Seite, auf der sie eingebunden sind (in diesem Falle der Unternehmensseite von Fashion ID), eine Verbindung zu den verbundenen sozialen Netzwerken im Internet her. Für Facebook ist es somit möglich, Informationen über die aufgerufenen Seiten mit Facebook-Social-Plugins zu sammeln und auf diese Weise das individuelle Surf-Verhalten der Nutzer zu erfassen. Für ein solches User Tracking ist es nicht einmal erforderlich, dass der Nutzer beim jeweiligen sozialen Netzwerk eingeloggt oder dort Mitglied ist.

Das Gericht stellte folgendes klar:

Dynamische IP-Adressen stellen personenbezogene Daten dar und das Unternehmen, das diese Daten erhält, ist im Sinne von § 3 Abs ...

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