Ausschluss des Versorgungsausgleichs bei Geringfügigkeit

von Nils Finkeldei

Der Ausschluss des Versorgungsausgleichs bei Geringfügigkeit in Bezug auf Einzelanrechte oder Anrechte gleicher Art ist ein nicht unbedeutender Aspekt beim Versorgungsausgleich.

Das Familiengericht soll beiderseitige Anrechte gleicher Art gem. § 18 Abs. 1 VersAusglG nicht ausgleichen, wenn die Differenz ihrer Ausgleichswerte gering ist. Gleiches gilt gem. § 18 Abs. 2 VersAusglG, wenn der Ausgleichswert eines Anrechts, dem kein Anrecht gleicher Art gegenübersteht, gering ist. Diese Bagatellgrenze liegt gem. § 18 Abs. 3 VersAusglG für Rentenbeträge bei 1% und für Kapitalwerte bei 120% der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV.

Hier eine Übersicht über die betragsmäßige Bagatellgrenze für die Jahre 2010 bis 2016, unterteilt nach Ost und West:

2016 Bezugsgröße West:

bei einer Rente mtl. EUR 29,05 (1% von EUR 2.905)
bei einem Kapitalwert EUR 3486,00 (120% von EUR 2.905)

Bezugsgröße Ost:

bei einer Rente mtl. EUR 25,20 (1% von EUR 2.520)
bei einem Kapitalwert EUR 3024,00 (120% von EUR 2.520)

2015 Bezugsgröße West:

bei einer Rente mtl. EUR 28,35 (1% von EUR 2.835)
bei einem Kapitalwert EUR 3402,00 (120% von EUR 2.835)

Bezugsgröße Ost:

bei einer Rente mtl. EUR 24,15 (1% von EUR 2.415)
bei einem Kapitalwert EUR 2898,00 (120% von EUR 2.415)

2014 Bezugsgröße West:

bei einer Rente mtl ...

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