Strafverteidigertag 2016: Selbstverständnis mancher Strafverteidiger

von Christoph Nebgen

Auf dem Strafverteidigertag 2016 in Frankfurt gab es eine Abschlussveranstaltung zum Thema "Selbstverständnis von Strafverteidigung". Solche Diskussionen sind durchaus wertvoll, weil man zur Kenntnis nehmen kann, wie andere so denken. Ein Überblick:


  1. Der Kollege Conen denkt, dass Strafverteidigung Kampf ist und sich immer irgendwie gegen den Staat richtet. Er lehnt daher jegliche Vertretung der Nebenklage ab. Das ist bis dahin völlig in Ordnung und sein gutes Recht. Bedenklich wird es allerdings, wenn er diese Haltung auch von allen anderen verlangt und Strafverteidigung und Nebenklage für unvereinbar erklärt. Das hat etwas genau desjenigen obrigkeitsstaatlichen Denkens, das es zu bekämpfen vorgibt.
  2. Der Kollege Hoffmann sieht sich wörtlich als "linken Verteidiger" und vertritt in diesem Sinne wie selbstverständlich auch die Nebenklage im NSU-Prozess. Das sei irgendwie ja auch Verteidigung. Nun ja. Der Kollege scheint mir da seine politische Gesinnung mit seiner Funktion zu verwechseln ...
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