Die Kanzlei Waldorf Frommer wehrt sich - zu Recht! - Richtigstellung: Keine „Abmahnwelle“ gegen Flüchtlinge!

von Jan Gerth

Mit einer Pressemitteilung wehrt sich die Münchner Kanzlei Waldorf Frommer gegen die Berichterstattung einiger Medien u.a. des Heise-Verlages und des focus , aber auch von Kollegen z.B. der omnipräsenten Kanzlei Wilde, Beuger Solmecke der letzten Woche, welche mit Headlines aufgemacht haben, wie Anwälte mahnen vermehrt Flüchtlinge ab oder Massenabmahner nehmen Flüchtlinge ins Visier oder Waldorf Frommer mahnt Flüchtlinge wegen Filesharing ab


Die Kanzlei stellt folgendes, wie ich finde zu Recht klar:

  • · Das Vorgehen gegen Rechtsverletzungen im Internet konzentriert sich keineswegs gezielt auf Flüchtlinge. Derartige Mutmaßungen oder gar Behauptungen sind schlicht falsch.
  • · ·Ein Geschädigter weiß regelmäßig nicht, mit wem er es zu tun hat. Die persönlichen Hintergründe eines Abgemahnten, insbesondere auch dessen Herkunft, sind unseren Mandanten zunächst völlig unbekannt.
  • · Rechtsverletzungen, die über das Internet begangen werden, lassen sich in aller Regel nur bis zur „Haustür“, also dem genutzten Internetanschluss, verfolgen. Mit anderen Worten: Wer tatsächlich innerhalb einer – wie auch immer gearteten – Nutzergemeinschaft für die Rechtsverletzung persönlich verantwortlich ist, lässt sich aus Sicht eines Geschädigten im Vorfeld nicht zu 100% ergründen. Die Ansprüche sind daher zunächst an die Person zu richten, auf die der Internetanschluss registriert ist; denn deren persönliche Verantwortlichkeit wird nach höchstrichterlicher Rechtsprechung vermutet.
  • · Rechtsverletzungen im Internet lassen sich auch nicht demographisch auf bestimmte Bevölkerungsgruppen zurückführen.Uns erreichen vielmehr Antworten aus allen Berufsgruppen und Schichten der Bevölkerung ...
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  • Anwälte mahnen vermehrt Flüchtlinge ab

    focus.de - 185 Leser - In Deutschland nutzen laut Medienberichten derzeit Abmahnanwälte die Unwissenheit vieler Flüchtlinge aus und mahnen sie für das Nutzen von Tauschbörsen ab. Auch hilfsbereite Menschen, die ihr WLAN öffneten, geraten ins Visier der Anwälte.

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