Das kannst du tun, wenn dein Prüfer befangen ist

„Das ist unfair, mein Prüfer hat etwas gegen mich.“

Bei diesem Satz gehen bei mir und vielen meiner Kollegen die Alarmglocken los.

Denn Befangenheit in einer Prüfungssituation ist keine Kleinigkeit, sondern ein ernsthaftes und schwerwiegendes Problem. Viele Studentinnen und Studenten leiden darunter und wissen nicht, wie sie reagieren sollen.

Aber ist dein Prüfer wirklich befangen und geht voreingenommen in die Prüfung? Oder bewertest du die Lage zu subjektiv und schätzt den Verlauf falsch ein? Und was kannst du tun, wenn dein Prüfer wirklich befangen ist und dein Erfolg im Studium darunter leidet?

Wir wollten es genau wissen und haben dazu Rechtsanwältin Veronika Wiederhold befragt. In unserem Studienscheiss-Experteninterview erklärt sie, worauf du beim Thema Befangenheit achten musst und gibt hilfreiche Praxistipps.

Was steckt genau hinter dem Begriff „Befangenheit“? Heißt das nur, dass mein Prüfer mich nicht mag?

Im Prüfungsrecht bedeutet Befangenheit, dass ein Prüfer gegenüber einem Prüfling nicht die notwendige Distanz und sachliche Neutralität besitzt, um von diesem eine Prüfungsleistung bewerten zu können. Wenn ein Prüfer einen Prüfling nicht besonders mag, bedeutet das also nicht zwangsläufig, dass der Prüfer dann gleich befangen ist.

Genauso kann es umgekehrt auch vorkommen, dass ein Prüfer einen Prüfling besonders gut leiden kann. Dann ist er ihm gegenüber auch nicht schon befangen. Um von Befangenheit sprechen zu können, muss also noch hinzukommen, dass der Prüfer aufgrund seiner persönlichen Einstellung gegenüber einem Prüfling nicht mehr in der Lage ist, eine Prüfungsleistung dieses Prüflings ohne Vorurteile zu bewerten, sondern bereits auf eine bestimmte Bewertung festgelegt ist.

Was bedeutet Befangenheit für meine Prüfung?

Prüfer, die in einem besonders nahen Verhältnis zum Prüfling stehen (z.B ...

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