Künstlersozialabgabe - Money for Nothing?

Musiker, die als Bandleader andere Künstler als freie Mitarbeiter beschäftigen, müssen sich spätestens nach dem Urteil des Bundessozialgerichts vom 30.09.15 ( B 3 KS 2/14) damit auseinandersetzen, dass sie möglicherweise nicht nur die eigenen Beiträge zur Künstlersozialversicherung zahlen müssen, sondern auch die Künstlersozialabgabe für die von ihnen als freie Mitarbeiter beschäftigten Künstler.

Bei dem Fall, der dem Urteil des Bundessozialgerichts vom 30.09.15 (B 3 KS 2/14 R) zugrunde lag, wurde eine Bandleaderin zur Zahlung der Künstlersozialabgabe auf die Honorare ihrer Bandmitglieder herangezogen. Als künstlerische Leiterin zweier Bands organisierte sie regelmäßig deren Auftritte, an denen sie als Sängerin und Choreographin auch selbst mitwirkte.


Nach Auffassung der Künstlersozialkasse betreibt sie ein Künstlermanagement im Sinne des § 24 Abs, 1 Satz 1 Nr. 3 KSVG. Nach § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 KSVG ist zur Künstlersozialabgabe ein Unternehmer verpflichtet, der eine Theater-, Konzert oder Gastspieldirektion oder ein sonstiges Unternehmen betreibt, dessen wesentlicher Zweck darauf gerichtet ist, für die Aufführung oder Darbietung künstlerischer Werke oder Leistungen zu sorgen.

Die Bands der Klägerin treten in der Regel in einer Besetzung von vier bis sechs Musiker auf und spielen im Rahmen von Liveauftritten von der Bandleaderin ausgewählte und arrangierte Coverversionen von Hits aus den 1970er bis 1990er Jahre ...Zum vollständigen Artikel

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