Gebäudebrand durch Himmelslaternen

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat mit Urteil vom 26. März 2015 (24 U 108/14) entschieden, dass der Veranstalter zum Schadenersatz verpflichtet ist, wenn es bei einer Feier wegen einer fehlgeleiteten Himmelslaterne zu einem Brand kommt, selbst wenn er die Laternen hat steigen lassen.

Bei einer im Juli 2009 veranstalteten Hochzeitsfeier sollten 20 sog. Himmelslaternen aufsteigen. Vorsorglich hatten sich der Bräutigam und die Brautmutter wegen des Vorhabens bei der Flugsicherung und beim Ordnungsamt über die Zulässigkeit der Verwendung der Laternen erkundigt. Im Gegensatz zur Flugsicherung, die keine Einwände hatte, äußerte das Ordnungsamt Bedenken, da von Himmelslaternen eine Brandgefahr ausgehen könne, untersagte aber die Verwendung nicht. Im Jahr 2009 waren diese im Gegensatz zu heute erlaubt.

Nachdem auf dem Höhepunkt der Hochzeitsfeier die Laternen gezündet wurden, fing eine der Laternen wenig später in der Luft Feuer, stürzte auf eine Terrasse und entzündete unmittelbar das Holzgebälk des Gebäudes, wodurch an dem Haus ein Schaden in Höhe von ca. 300.000 € entstand. Diesen verlangte der Gebäudeversicherer im Wege eines Regresses von den Veranstaltern der Feierlichkeit, Bräutigam und Brautmutter, erstattet ...

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