Warum Ärzte ein Recht auf einen weißen Kittel haben

von Karsten Gulden

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Ich möchte kein Arzt sein – zumindest nicht in der aktuellen Zeit. Wir schreiben das Jahr 2016. Das Internet ist in weiten Teilen der Bevölkerung angekommen. Bei wenigen noch nicht. Die schier unendlichen, positiven Möglichkeiten werden dabei ebenso genutzt, wie auch der Missbrauch desselben. Vom Missbrauch des Internets sind auch Ärzte betroffen, wie ich aus meiner täglichen Anwaltspraxis berichten kann.

„Ich wurde falsch bewertet. Helfen Sie mir!“, heisst es da oft oder „Ich stehe im Internet und will das nicht.“

Sind die Ärzte eitel? Zu eitel vielleicht?

Keineswegs!

Es geht schlichtweg um deren Existenz. Schlechte und falsche Bewertungen sind für sie vergleichbar negativ wie für deren Patienten eine schlechte Diagnose. Allein aus diesem Grunde sollte wahrheitsgemäß bewertet werden. Schließlich wollen auch die Patienten eine Diagnose erhalten, die der Wahrheit entspricht.

Auch den Trend zur Dramaturgie in den Bewertungen kann ich nicht unterstützen.

Daher mein Hinweis oder meine Bitte:

Sensationsgeile Lügen haben in den Bewertungen nichts verloren.

Beispiel:

„Alles ging gut, bis ihm der Bohrer ausrutschte…“

Autsch!, sage ich da.

Diese plastische Überschrift einer Bewertung führte zu erheblichen und direkten Umsatzeinbußen eines Zahnarztes. Wie sich später herausstellte war die Bewertung falsch – der Inhalt entsprach nicht den Tatsachen. Den Schaden hatte der bewertete Arzt dennoch sofort. Die Patienten blieben aus.

Daher sage ich:

Lügen gehört sich nicht – auch nicht in Form von Bewertungen.

Der anonyme Heckenpenner

Fatal: Der oder die BewerterIn konnte in meinem Fall mangels Identitätsfeststellung nicht belangt werden ...

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