In welchen Phasen ist Mediation im Bau- und Immobilienbereich möglich?

Der Einsatz der Mediation und mediative Methoden kommt bereits zur Begründung vertraglicher Beziehungen in Betracht und kann dazu beitragen, dass die Parteien bereits ihr vertragliches Fundament wertschöpfend formulieren.

Mediation ist jedoch auch nach Vertragsabschluss, während der Projektdurchführungsphase sowie nach Projektabschluss möglich:

Der mediativ-kooperative Bauvertrag - Mediation in Vertragsanbahnung und Vertragsverhandlungen

Baukostensenkung und Konfliktvermeidung durch Veränderung der Bauvertragsstruktur - dieses Ziel verfolgt der Lösungsansatz eines "mediativ-kooperativen" Bauvertrags.

Die konventionelle Bauvertragsgestaltung führt nach Ansicht vieler Baubeteiligten unter Wettbewerbsbedingungen zur maximal möglichen Reduzierung der für die Bauleistung zu bezahlenden Vergütung. Bei näherer Betrachtung einer Vielzahl konventioneller Bauverträge werden diese Erwartungen aber fast nie erfüllt. Der letzten Endes zu bezahlende "Preis" ist wegen der "Nachtragsanfälligkeit" der konventionellen Vertragsstruktur und oft hinzutretender Konfliktbehandlungskosten regelmäßig viel höher, als die bei Vertragsschluss vereinbarte Ursprungs-Vergütung.

Die mediativ-kooperative Bauvertragsgestaltung sorgt demgegenüber dafür, dass der finanzielle Gesamtaufwand aus "Vertragspreis und Kooperationsaufwand" geringer ist, als die Summe aus „Vertragspreis, Nachträgen und direkten sowie indirekten Kosten der Konfliktbehandlung“ bei der konventionellen/konservativen Bauvertragsgestaltung: Kooperative, mediative Vertragsgestaltungen greifen die aus der Konfliktmediation bekannten Wirkmechanismen auf und überführen sie in entsprechende Vertragsklauseln bzw. in eine entsprechende, auf Kooperation aufbauende Vertragsstruktur ...

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