Der kriminelle Juraprofessor 

von Andreas Stephan

Von einem Juraprofessor erwartet man eigentlich, dass dieser die Gesetze kennt und vor allem die Strafgesetze einhält. Vor allem letztere Erwartung hat ein Professor nicht erfüllt: Er wurde nun vor dem Amtsgericht Köln wegen Besitzes von Ecstasy und Crystal Meth zu einer Geldstrafe von insgesamt 9000 Euro verurteilt. Darüber hinaus läuft aktuell noch ein weiteres Strafverfahren wegen des Verdachts des Besitzes von kinderpornographischem Material
Der Juraprofessor war vor dem Amtsgericht Köln ursprünglich wegen Besitzes und Handeltreibens von Ecstasy und Crystal Meth in 13 Fällen angeklagt. Nun gab es vor Gericht eine Verständigung nach § 257c StPO, wonach sich die Verfahrensbeteiligten auf eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 150 Euro (insg. 9000 Euro) für den Drogenbesitz ( § 29 Abs. 1 Nr. 3 BtMG) geeinigt haben. Hinsichtlich des Vorwurfs des Handeltreibens in 13 Fällen gab es eine Einstellung des Verfahrens.

Die Gerichtsverhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Privatsphäre eines Zeugen zu schützen. Der Zeuge im Alter zwischen 30 und 40 Jahren erklärte, er habe von dem Juraprofessor Crystal Meth erhalten im Austausch gegen sexuelle Handlungen. Die Entscheidung des Amtsgerichts wird rechtskräftig, wenn der Professor nicht innerhalb von einer Woche Berufung oder Revision einlegt ...

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