Teil 3 der Serie: Kommunikationsverweigerung kann eine Kündigung aus wichtigem Grund rechtfertigen

In unserem Teil 3 der Serie geht es um eine weitere grundlegende Entscheidung zum Kooperationsvertrag: Das OLG München nahm eine Gesamtschau des Verhaltens des Werkunternehmers vor und entschied: Kommunikationsverweigerung kann eine Kündigung aus wichtigem Grund rechtfertigen. OLG München, Beschluss vom 23.06.2014 – 27 U 1002/14

Sachverhalt

Der Kläger hatte den Beklagten mit der Ausführung von Bodenlegearbeiten in einem Schulgebäude beauftragt. Aufgrund einer Anfangsverzögerung konnten die Arbeiten nicht gemäß des ursprünglich vertraglich vereinbarten Terminplans begonnen werden. Der Kläger versuchte, den nicht mehr auf der Baustelle erschienenen Beklagten sowohl telefonisch als auch schriftlich zur Fortführung der Arbeiten zu bewegen. Eine Reaktion des Beklagten hierauf erfolgte nicht. Schließlich übersandte der Kläger dem Beklagten einen Bauzeitenplan, dem der Beklagte nicht widersprach. Zu einer Vielzahl von Baubesprechungen erschien der Beklagte nicht, obwohl er hierzu geladen worden war. Im Rahmen eines Telefonats sicherte der Beklagte sodann dem Kläger die Ausführung der Arbeiten noch vor Weihnachten zu. Dem Beklagten war bekannt, dass das Schulgebäude auf jeden Fall nach den Weihnachtsferien wieder genutzt werden müsste. Er wurde jedoch auch weiterhin nicht tätig. Nach Fristsetzung zum Beginn und zur Fertigstellung der Arbeiten erschien der Beklagte ebenfalls nicht auf der Baustelle ...

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