Abzinsung von Pensionsrückstellungen – Gesetz verabschiedet

von Robin Mujkanovic

An der Diskussion um die Änderung der Abzinsungsregeln hatte ich mich bereits mit 2 Blogbeiträgen beteiligt. Nun hat nach dem Bundestag auch der Bundesrat der Neuregelung zugestimmt. Damit gilt es, die neuen Regelungen in der Praxis anzuwenden. Auch hier sind manche Aussagen zu hören, die auf den ersten Blick Fragen aufwerfen, und ergeben sich Folgefragen, weswegen ich mich des Themas doch noch einmal annehmen möchte.

In seiner Sitzung vom 26.2.2016 hat der Bundesrat dem „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften“ zugestimmt. Mit Bedenken des Bundespräsidenten ist nicht zu rechnen, so dass zeitnah mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zu rechnen ist.

Das Gesetz verlängert den Durchschnittszeitraum für die Zinsermittlung zur Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen auf 10 Jahre: „Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind abzuzinsen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt.“ (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Am ursprünglich im Bundestag diskutierten Gesetzesvorschlag hat sich nichts mehr geändert. Vorschlägen zu einer Verlängerung des Zeitraums der Durchschnittsbildung auf 12 oder 15 Jahre oder zur Normierung eines Festzinses hat der Gesetzgeber eine Absage erteilt ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK