Haftung des Entleihers für bestohlenen Leiharbeitnehmer am Arbeitsplatz

von Olaf Moegelin

Dem Landesarbeitsgericht Dsseldorf lag der Fall eines Leiharbeitnehmers zur Entscheidung vor, der am Arbeitsplatz bestohlen wurde. Es ging um die Frage, ob der Entleiher hierfr haftet, was das Gericht im Grundsatz bejaht hat.

Der beklagte Entleiher betreibt ein Restaurant. In diesem war der Klger, ein Leiharbeitnehmer, an zwei Tagen im Jahr 2014 als Servicekraft eingesetzt. Er hinterlie seine persnlichen Gegenstnde whrend seiner Arbeitszeit in einem Mitarbeiterraum, der sich auerhalb der Gastrumlichkeiten befand. Der einzige Schlssel fr diesen Raum hing im Kchenbereich des Restaurants. Aus dem Mitarbeiterraum wurden persnliche Gegenstnde von acht Mitarbeitern, darunter auch solche des Klgers und zwar Auto- und Wohnungsschlssel sowie sein Handy entwendet. Das polizeiliche Ermittlungsverfahren wurde eingestellt. Ein Tter konnte nicht ermittelt werden. Der Klger verlangt von der Beklagten Schadensersatz fr einen neuen Schlosssatz fr sein Auto, fr die Kosten eines Schlsseldienstes, um seine Wohnung zu ffnen, sowie fr sein Handy in Hhe von insgesamt 1.331,56 Euro. Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen.

In der Berufungsverhandlung vom 23.02.16 hat das LAG darauf hingewiesen, dass ein Schadensersatzanspruch des Klgers bestehen kann, dies aber von weiterer tatschlicher Aufklrung abhngt ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK