Welche Versicherung beim Sturz vom Pferd greift

Das Sozialgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 16. September 2014 (S 4 U 792/14) entschieden, das Personen, die sich für einen gemeinnützigen Verein engagieren, unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen. Dabei ist unerheblich, wie lange die Tätigkeit dauert und ob sie bezahlt wird. Deshalb greift hier die gesetzliche Unfallversicherung und nicht die Tierhalter-Haftpflichtversicherung, wenn es zu einem Unfall kommt.

Eine Frau und spätere Klägerin war als Hobbyreiterin Mitglied in einem gemeinnützigen Verein, der auch eine Reittherapie für Kinder mit autistischen Behinderungen anbietet. Da eines der Therapiepferde Probleme beim Reiten bereitete, wurde die Klägerin als erfahrene Reiterin von der Vereinsvorsitzenden gebeten, das Tier zu reiten, um das Problem zu identifizieren. Nachdem sie sich aufgesetzt hatte, wurde sie von dem Pferd abgeworfen, erlitt mehrere Knochenbrüche und verklagte dafür vor dem Landgericht Karlsruhe den Verein über die Tierhalterhaftung.

Die Richter setzten das Verfahren aus und beauftragte die Klägerin damit, ein Verfahren beim Träger der Unfallversicherung einzuleiten, zwecks Feststellung, ob ein Versicherungsfall vorliegt.

Aus der Perspektive der Vereinsvorsitzenden war ein klarer Auftrag an die Klägerin erteilt worden, zu prüfen, welche Probleme das Pferd hatte und diese zu beseitigen. Hierfür sollte sie auch entlohnt werden ...

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