Sexueller Missbrauch vor Kindern – das Kind muss „in das sexuelle Geschehen einbezogen sein“…

von Detlef Burhoff

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Eine weitere Entscheidung zum sexuellen Missbrauch von Kindern stelle ich dann mit dem BGH, Urt.. v. 09.12.2015 – 2 StR 261/15 – vor. Das LG hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung und wegen Körperverletzung in 16 Fällen verurteilt. Für einen der Fälle hat die StA die Ansicht vertreten, dass der Angeklagte nicht nur wegen Vergewaltigung sondern tateinheitlich auch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 1 StGB hätte verurteilt werden müssen. Der GBA war der Revision beigetreten. Der BGH sieht es aber genauso wie das LG:

Nach den Feststellungen zu Fall II.15 der Urteilsgründe befanden sich der umfassend geständige Angeklagte und die Nebenklägerin, seine Lebensgefährtin, nach einem Streit im Schlafzimmer. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits die 9-jährige Tochter der Nebenklägerin anwesend war oder ob diese erst im Verlauf des nachfolgenden Geschehens hinzukam, konnte die Strafkammer nicht aufklären. Im Schlafzimmer entnahm der Angeklagte dem Wäscheschrank einen Vibrator, drückte die Beine der Nebenklägerin auseinander und führte ihr diesen gegen ihren Willen gewaltsam in schmerzhafter Weise mehrfach in die Scheide ein, was das Kind wahrnahm. Nachdem der Angeklagte mit dem Einführen des Vibrators begonnen hatte, bemerkte er das Kind und äußerte ihm gegenüber „Das braucht deine Schlampe“. Der Nebenklägerin gelang es schließlich, den Angeklagten wegzustoßen, woraufhin dieser das Zimmer verließ. Rechtsfehlerfrei hat das Landgericht einen tateinheitlich zur Vergewalti-gung verwirklichten sexuellen Missbrauch von Kindern gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 1 StGB verneint ...Zum vollständigen Artikel


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