Schadensersatz wegen Nichtgewährung von Urlaub

von Christian Rolfs

Erstaunlich, auf was für Ideen manche Arbeitgeber kommen: Im vorformulierten Arbeitsvertrag mit einer geringfügig Beschäftigten (450-Euro-Job) aus dem Jahre 2008 hatte die Arbeitgeberin den Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub abbedungen. Das verstößt natürlich gegen § 13 Abs. 1 Satz 3 BUrlG und ist daher unbeachtlich. Die Klägerin hat sich allerdings lange Zeit nicht gewehrt und während der gesamten Dauer des Arbeitsverhältnisses keinen bezahlten Urlaub erhalten. Erst einige Monate nach seiner Beendigung hat sie im August 2014 Klage auf Urlaubsabgeltung für die Vergangenheit erhoben. Den Teilanspruch für 2014 hat die Beklagte nach Klageerhebung erfüllt, im Streit standen damit noch die Jahre 2010 bis 2013.

Das LAG Rheinland-Pfalz hat der Klage hinsichtlich der Jahre 2011 bis 2013 stattgegeben und sie (nur) hinsichtlich 2010 wegen Verjährung abgewiesen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK