Mit Entfristungsklage gegen befristeten Arbeitsvertrag vorgehen

  1. Befristete Arbeitsverträge in Deutschland
  2. Was ist eine Entfristungsklage?
  3. Wie erhebt man eine Entfristungsklage?
  4. Frist für die Einlegung der Entfristungsklage
  5. Warum kann eine Befristung unwirksam sein?
  6. Wann empfiehlt sich eine Entfristungsklage?
  7. Ablauf des Entfristungsverfahrens vor Gericht
  8. Fazit
  9. Praxistipp
1. Befristete Arbeitsverträge in Deutschland

In Deutschland gibt es immer mehr befristete Arbeitsverträge. Da ein solcher ohne Kündigung endet, entsteht dadurch eine erhebliche Rechtsunsicherheit für den Arbeitnehmer. Vor allem junge Arbeitnehmer sind von einer Befristung betroffen, denn über 17 Prozent der 25- bis 34-Jährigen haben einen befristeten Arbeitsvertrag (Quelle: Destatis).

Die Zulässigkeit einer Befristung richtet sich (insbesondere) nach den Vorgaben des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeitbefristungsgesetz – TzBfG). Letztlich stellt jede Befristung des Arbeitsvertrags eine – rechtmäßige – Umgehung des Kündigungsschutzes (nach dem Kündigungsschutzgesetz – KSchG) dar. Denn ein Arbeitsvertrag müsste nach den Vorgaben des KSchG gekündigt werden, wobei die Kündigung auf betriebs-, verhaltens- oder personenbedingte Gründe gestützt werden muss.

2. Was ist eine Entfristungsklage?

Die Nachteile einer Befristung treffen hauptsächlich den Arbeitnehmer. Dies gilt besonders in den Fällen, in denen Arbeitsverträge immer wieder aufs Neue über einen recht kurzen Zeitraum geschlossen werden (sog. Kettenbefristungen). Vor diesem Hintergrund bietet die Vorschrift des § 17 TzBfG die Möglichkeit für den Arbeitnehmer an, die Rechtmäßigkeit einer Befristung im Arbeitsvertrag gerichtlich feststellen zu lassen bzw. gegen eine unwirksame Befristung vorzugehen. Man spricht von einer sog. Entfristungsklage oder auch Befristungskontrollklage ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK