Kreatives Ende einer Affäre

von Thomas Wings

Frau Mandantin und Herr Gegner hatten miteinander ein Verhältnis. Beide sind ihrerseits verheiratet und die Familien Mandantin und Gegner waren miteinander gut bekannt. Es kommt zwischen beiden zu mindestens zweimaligen intimen Treffen. Die ganze Sache bleibt zunächst auch geheim. Eines Tages trifft sich Frau Mandantin mit ihrer (damals) besten Freundin und vertraut sich ihr an, sie berichtet über die Affäre. Die (damals) beste Freundin dachte sich in diesem Moment wohl: „krass spannende Neuigkeiten, da ruf ich doch gleich Frau Gegner an, ob die das wohl auch schon gehört hat“. Wer solche Freunde hat….

Frau Gegner war nicht wirklich amüsiert und stellt Herrn Gegner mutmaßlich zur Rede. Aber anstatt, dass dieser es entweder kleinmütig einräumt oder aber es schlicht bestreitet – er setzt seine gesamte Armada in Bewegung und setzt sich selber vor die Kanone. Denn einige Zeit später hat Frau Mandantin Post vom Gericht im Briefkasten: Eine Klage von Herrn Gegner. Herr Gegner verklagt Frau Mandantin darauf, dass sie ihre Behauptung zurücknimmt, mit ihm Verkehr gehabt zu haben. Außerdem will er ein saftiges Schmerzensgeld; Streitwert: 5000€.

Chapeau! Darauf muss man erstmal kommen. Ob man weiß, worauf man sich da eingelassen hat? Denn dann geht es in einer öffentlichen Zivilverhandlung ums richtig Eingemachte. Denn um nichts anderes, ob die Behauptung stimmt oder nicht, dass es zwischen beiden Verkehr gab ...

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