eSport ist kein Sport – oder doch?

Der eSport sollte aus gewerberechtlicher und steuerrechtlicher Sicht wie jeder andere Sport behandelt werden. Doch in der Praxis gibt es Hürden.

Der sportliche Wettkampf mittels Computerspielen, der sog. eSport, ist längst nicht mehr nur etwas für Nerds. Vielmehr hat er sich bereits etabliert und Strukturen gebildet, die denen traditioneller Sportarten gleichen.

Dass es sich beim eSport auch nicht mehr um einen Nischensport handelt, zeigt der Anteil der deutschen Internetnutzer, denen eSport bereits bekannt ist. 22% der Befragten wissen mit dem Begriff etwas anzufangen. Die Zahl der eSportler in Deutschland schwankt zwischen 1.500.000 und 4.500.000.

Neben vielen Amateuren gibt es auch im eSport viele professionelle Spieler, internationale Großevents locken Zehntausende Zuschauer in die Stadien und Millionen vor die Bildschirme. Organisiert werden die Wettkämpfe in der Form von Ligen und Turnieren.

Die Entstehung des eSports ist von deutschen Juristen jedoch bisher kaum wahrgenommen worden. Vor dem Hintergrund der grundrechtlich garantierten weitgehenden Selbst-Verwaltung des Sports ist dies aber nur logisch. Auch insofern gilt für den eSport nichts anderes als für den traditionellen Sport. Oder etwa doch?

Gemeinnützige Sportvereine steuerrechtlich begünstigt

Traditionelle gemeinnützige Sportvereine sind in vielfacher Hinsicht steuerrechtlich begünstigt. So fällt für unentgeltliche sportliche Veranstaltungen beziehungsweise solche unterhalb einer Jahresumsatzgrenze von 45.000 Euro keine Körperschafts- und Gewerbesteuer an.

Bei der Frage nach einer Steuerbefreiung kommt es entscheidend darauf an, ob es sich bei der Tätigkeit gem. §§ 52 Abs. 2 Nr. 21, 67a AO um Sport handelt. Als Sport gerichtlich anerkannt sind unter anderem der Schießsport, Tischfußball und auch Billard ...

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