Anklage wegen erpresserischem Menschenraub / Raub von großer Strafkammer des Landgerichts Wuppertal gegen Mandanten nicht zugelassen

von B. Dimsic, LL.M.

Anklage wegen erpresserischem Menschenraub / Raub von großer Strafkammer des Landgerichts Wuppertal gegen Mandanten nicht zugelassen.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal erhob Anklage gegen unseren Mandanten wegen erpresserischem Menschenraubs / Raubs. Die große Strafkammer des Landgerichts Wuppertal lässt Anklage nach Einlassung durch uns nicht zu.

Mit dem Vorwurf des erpresserischen Menschenraubs sowie des Raubs §§ 239a, 249 StGB sah sich unser Mandant konfrontiert. Das Gesetz sieht hier grundsätzlich eine Freiheitsstrafe von mindestens 5 Jahren vor.

Unserem Mandanten wurde von der Staatsanwaltschaft Wuppertal vorgeworfen einen anderen Mann unter Zuhilfenahme von zwei Komplizen zunächst in ein Auto gezwungen und verschleppt zu haben und ihm im Fortgang der Tat sowohl einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag als auch ein Mobiltelefon entwendet zu haben.

Die Schilderungen des “vermeintlichen” Opfers erachtete die Staatsanwaltschaft trotz Einlassung unseres Mandanten als glaubwürdig an, wobei tragende Grundlage der Anklage die Aussage des Opfers war.

Entsprechend und folgend unserer Einlassung kritisierte die große Strafkammer beim Landgericht in Wuppertal die lückenhafte Ermittlungsarbeit der Strafverfolgungsbehörden und sprach von “unüberwindbaren Zweifeln” in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Belastungszeugen. So konnten wir bereits in der Ermittlungsakte widersprüchliche Aussagen des Belastungszeugen finden. Auch konnten wir nachweisen, dass unser Mandant zum angeblichen Tatzeitpunkt nicht am Tatort gewesen sein konnte. Darüber hinaus ließen sich Belastungstendenzen des vermeintlichen Opfers festmachen.

Diesen Fakten zum Trotz befand die Staatsanwaltschaft Wuppertal das vermeintliche Opfer für glaubwürdig, unbeachtet ihrer Pflicht als Herrin des Ermittlungsverfahrens alle Beweise und auch Gegenbeweise zu erforschen und zu prüfen ...

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