LG Duisburg: Webhoster haftet für fehlende Backups einer Website

von Dr. Kerstin Heiß

Ein Webhoster muss Schadenersatz für eine Website leisten, die durch einen Server-Crash bei einem Subunternehmen verloren geht. Ein Webhoster muss auch dann von den betreuten Websites Backups erstellen, wenn das nicht ausdrücklich vertraglich vereinbart ist. Dies hat das Landgericht Duisburg mit Urteil vom 25. Juli 2014 (Az. 22 O 102/12) entschieden.

Der Entscheidung lag folgende Fallgestaltung zugrunde:

Die Beklagte war seit 2011 mit dem Hosting der Website der Klägerin beauftragt. Diese wiederum hatte ein Subunternehmen mit dem Hosting beauftragt. Mitte 2012 kam es dort zu einem Server-Crash, der dazu führte, dass die Website der Klägerin nicht mehr abrufbar war. Die Klägerin forderte die Beklagte daraufhin auf, die Website wiederherzustellen. Dies war mangels Backups nicht mehr möglich.

Die Klägerin forderte von der Beklagten klageweise Schadensersatz in Höhe von rund 5.000 Euro für die Erstellung einer neuen Website, Anwaltskosten, sowie einen Nutzungsausfall für den Betrieb der Website in Höhe von 3.000 Euro – insgesamt rund 8.500 Euro ...

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