Extremer Wasserverbrauch weist nicht zwingend auf fehlerhaften Zähler hin

von Peter Ratzka

Weist ein Wasserzähler auf einem Privatgrundstück einen außerordentlich hohen Verbrauch auf, so muss der Grundstückseigentümer gegenüber dem Wasserversorger den Nachweis führen, dass der Wasserzähler defekt ist, wenn er die Verbrauchabrechnung bestreiten will. Allein ein außergewöhnlich hoher Verbrauch ist dabei nicht ausreichend, den Anscheinsbeweis, den ein geeichter Zähler für die Richtigkeit der Verbrauchsmessung erbringt, zu entkräften (VG Neustadt a.d. Weinstraße , Urteil vom 28.01.2016 – 4 K 203/15.NW).

Der Grundstückseigentümer hatte auf einem, mit einem noch unbewohnten Haus versehenen Grundstück einen Verbrauch von mehr als 1.000 Kubikmeter Wasser zu verzeichnen gehabt. Er vermutete einen mangelhaften Zähler als Ursache. Dieser Zähler war jedoch geeicht. Eine Überprüfung des Zählers durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle erbrachte keinen Fehler. Der Wasserversorger setzte daraufhin die entsprechenden Entgelte fest ...

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