Ein Machtwort des Bundesverfassungsgerichts

von Kurt Schulte Herbrüggen

Bundesverfassungsgericht: “die Familie geht vor”

Das Bundesverfassungsgericht hat am 8.3.2012 – 1_BvR_206_12 - in einer Verfassungsbeschwerdesache eine wichtige Entscheidung getroffen, die in vielen Fällen Auswirkungen haben wird. Es geht dabei darum, wer Kinder versorgen kann, die aus ihrer Familie wegen Gefährdung des Kindeswohls herausgenommen werden. In vielen Fällen wurde bisher die engere Familie, also nichtehelicher Vater, Großeltern, Geschwister et cetera, nicht berücksichtigt. Mein Eindruck war der, dass die Jugendämter gezielt versuchen, die Kinder, an der Familie vorbei, fremd unterzubringen. Die Gründe dafür kenne ich nicht, ich kann sie nur vermuten: da ist ein Misstrauen gegen die Familie, da ist Faulheit (eine Pflegefamilie ist besser zu kontrollieren), was weiß ich sonst noch für Gründe. Dem hat das Bundesverfassungsgericht mit deutlichen Worten einen Riegel vorgeschoben. Zwei Zitate aus dem Urteil dürften reichen:

“Der ohnehin gravierende Eingriff in das Elternrecht durch die Entziehung des Sorgerechts und Trennung des Kindes von den Eltern hätte hier möglicherweise durch eine Unterbringung des Kindes bei Verwandten, zu denen nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern regelmäßig eine engere Bindung als zu fremden Personen haben, abgemildert werden können ...

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