Befristungen im Profi-Fußball sind (weiterhin) zulässig

Das LAG Rheinland-Pfalz lässt den Profi-Fußball aufatmen und macht eine grundlegende Neugestaltung der Vertragsverhältnisse der Spieler entbehrlich.

Nachdem das ArbG Mainz vor knapp einem Jahr mit seinem Urteil zur Zulässigkeit der Befristung von Spielerverträgen im Profi-Fußball für Aufsehen sorgte (Urteil vom 19.03.2015, Az: 3 Ca 1197/14), hat das LAG Rheinland-Pfalz die Entscheidung nun gekippt (Urteil vom 17.02.1016, Az: 4 Sa 202/15). Es bleibt damit dabei: Im Profi-Fußball sind Befristungen weiterhin zulässig!

LAG stellt Ordnung im Profi-Sport wieder her

Anders als das erstinstanzliche Gericht geht das LAG Rheinland-Pfalz davon aus, dass aufgrund der „Eigenart der Leistung“ ein sachlicher Grund für die im Profi-Fußball an der Tagesordnung stehenden Befristung vorliegt.

Der ehemalige Torhüter des FSV Mainz 05, Heinz Müller, hatte auf Feststellung geklagt, dass sein Vertrag mit dem Fußballverein unbefristet, d.h. ohne zeitliche Begrenzung, besteht und nicht – wie vertraglich vorgesehen – nur bis Ende 2014. Hierzu hatte sich der Keeper darauf berufen, dass kein Sachgrund für eine Befristung vorliege, so dass diese unwirksam sei. Auf Seiten des Vereins, der sich in der ersten Instanz noch durch den eigenen Präsidenten hatte vertreten lassen, argumentierte man hingegen mit der „Branchenüblichkeit entsprechender Befristungen″.

ArbG Mainz sah keinen sachlichen Grund für Befristung

Das ArbG Mainz war in der ersten Instanz der Rechtsauffassung des Torhüters gefolgt und hatte dementsprechend festgestellt, dass er unbefristet vom Verein beschäftigt werden müsse, da die für eine Befristung kein Sachgrund vorliege. Diese Entscheidung hatte nicht nur in der Fußballwelt, sondern im gesamten Profisport für Aufsehen gesorgt und ist auf Unverständnis gestoßen ...

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