Aufgepasst… Arbeitgeber liest mit und darf es auch

von Thorsten Blaufelder

Feb 19

Steht ein Arbeitnehmer im Verdacht, seine Arbeitszeit intensiv auch für privates Internet-Surfen zu nutzen, darf der Arbeitgeber den Browserverlauf des Computers kontrollieren. Zwar handelt es sich dabei um die Auswertung personenbezogener Daten, dennoch sei die Kontrolle zur Missbrauchskontrolle auch ohne Zustimmung des Arbeitnehmers zulässig, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in einem am Freitag, 12.02.2016, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 5 Sa 657/15). Ein Beweisverwertungsverbot bestehe nicht.

Konkret ging es um einen Arbeitnehmer, der nur in Ausnahmefällen und nur während der Arbeitspausen den betrieblichen Computer zum privaten Surfen im Internet nutzen durfte. Doch der Beschäftigte konnte auch während der Arbeitszeit nicht von der privaten Nutzung lassen.

Als sein Chef dahinter kam, wertete dieser ohne Zustimmung des Arbeitnehmers den Browserverlauf des Dienstrechners aus. Es folgte die fristlose Kündigung ...

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