Arbeitgeber darf Browser-Verlauf kontrollieren!

von Peter Ratzka

Kontrolliert ein Arbeitgeber ohne vorherige Erlaubnis eines Arbeitsnehmers den Browserverlauf von dessen Dienstrechner um festzustellen, ob eine unerlaubte private Nutzung des Dienstrechners vorliegt, ist dies zulässig und führt jedenfalls nicht zu einem Beweisverwertungsverbot, wenn der Arbeitnehmer damit einen Kündigungssachverhalt feststellen wollte ( LAG Berlin-Brandenburg , Urteil vom 14.01.2016 – 5 Sa 657/15).

Der Arbeitnehmer hatte vom Arbeitnehmer einen Dienstrechner gestellt bekommen. Die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken wurde dem Arbeitnehmer nur in Ausnahmefällen und nur während der Arbeitspausen gestattet. Als der Arbeitgeber Hinweise auf eine erhebliche private Nutzung des Internets erhielt, wertete er ohne Zustimmung seines Arbeitnehmers den Browserverlauf des betreffenden Dienstrechners aus. An die notwendigen Informationen gelangt, kündigte er anschließend das Arbeitsverhältnis wegen der festgestellten Privatnutzung, die etwa fünf Tage innerhalb eines Zeitraums von 30 Arbeitstagen ausmachte, aus wichtigem Grund.

Für das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg ist die außerordentliche Kündigung rechtswirksam ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK