9-Jährige haftet nicht für Unfall auf Wasserrutsche

von Stephan Weinberger

Das Landgericht Hannover hat eine Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld im Zusammenhang mit einem Badeunfall des zum Unfallzeitpunkt elfjährigen Klägers gegen die damals neunjährige Beklagte abgewiesen. Unfälle zwischen Kindern seien Ausdruck des Spieltriebs und des Forschungs- und Erprobungsdranges. Eine Neunjährige muss einem Elfjährigem demnach keine 5.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

War war passiert?

Beide Kinder besuchten in 2013 gemeinsam ein Schwimmbad und benutzten dort zusammen mit dem Bruder der Neunjährigen eine ca. 70m lange Wasserrutsche, wobei der elfjährige Kläger vorausrutschte. Ob auch der Bruder der Neunjährigen vor dem Elfjährigen oder aber als letzter der drei rutschte, ist zwischen den Parteien streitig. Bei der Rutschfahrt hielten die Kinder in der Rutsche an, um auf diese Weise einen „Stau“ zu verursachen. Dies geschah nicht zum ersten Mal und im Einvernehmen mit dem elfjährigen Kläger. Nach Auflösung des Staus rutschte der Junge mit dem Kopf voraus und schlug nach dem Passieren des Rutschenausgangs mit dem Gesicht auf den Beckenboden auf. Dabei brachen die beiden mittleren oberen Schneidezähne ab, die anschließend überkront werden mussten ...

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