14.175 € Entschädigung für zu kleine Beinahe-Pilotin

von Thorsten Blaufelder

Die Lufthansa muss einer wegen ihrer Körpergröße abgelehnten Stellenbewerberin für eine Pilotenausbildung eine Entschädigung in Höhe von 14.175,00 € zahlen. Dies geht aus einem am Donnerstag, 18.02.2016, vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt geschlossenen Vergleich hervor (AZ: 8 AZR 638/14). Die Entschädigungszahlung basiert auf einer Ungleichbehandlung von Frauen und Männern bei der Pilotenausbildung.

Im konkreten Fall wollte die Klägerin unbedingt Pilotin werden und hatte sich deshalb bei der Lufthansa beworben. Die Lufthansa AG führte das Bewerbungsverfahren durch, die Lufthansa Flight Training GmbH war für den Schulungsvertrag für die erfolgreichen Bewerber zuständig. Tests und alle erforderlichen Qualifikationen hatte die Frau bestanden. Sie scheiterte jedoch an ihrer Körpergröße von nur 1,615 Metern.

Denn damit war sie nach den Vorgaben der Lufthansa um 3,5 Zentimeter zu klein. Die Kranich-Fluglinie hatte mit der Pilotengewerkschaft Cockpit tariflich eine Mindestgröße von 1,65 Meter für Piloten festgelegt. Begründung: Dies diene der Flugsicherheit. Nur so könnten Piloten im Cockpit alle erforderlichen Hebel und Schalter bedienen.

Die abgelehnte Stellenbewerberin wertete dies als unzulässige Geschlechterdiskriminierung ...

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