Zoophile unterliegen vor Gericht

von Udo Vetter

Sexuelle Handlungen mit Tieren werden in Deutschland auch weiter verfolgt. Die Verfassungsbeschwerde von zwei Betroffenen blieb erfolglos, die sich gegen § 3 S. 1 Nr. 13 TierSchG (Tierschutzgesetz) gewehrt haben. Die Vorschrift untersagt, „ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen“.

Die Beschwerdeführer fühlen sich sexuell zu Tieren hingezogen, sogenannte Zoophilie. Die entsprechende Verbotsnorm hindere sie in ihrer freien Entfaltung der Persönlichkeit, argumentierten sie vor dem Verfassungsgericht. Allerdings fanden sie damit kein Gehör.

Die Norm ist nach Auffassung der Richter nicht unklar. Das Erfordernis des „Zwingens zu einer sexuellen Handlung“ sei in etwa gleichzusetzen mit der Anwendung körperlicher Gewalt, im Gegensatz zu einem noch erlaubten „Abverlangen“ ...

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