Vorerbschaft und Nacherbschaft

Um Missverständnissen gleich vorzubeugen: spricht man von Vorerbschaft und Nacherbschaft sind nicht 2 verschiedene Arten zu Testieren gemeint. Ein Vorerbe erfordert immer zwingend auch einen Nacherben. Die beiden Begriffe beschreiben daher einen einheitlichen Regelungspunkt, über den sie sich in Ihrem Testament Gedanken machen sollten.

Anwendungsbereich

In machen Fällen bietet sich ein Testament in der Form der Vor- und Nacherbschaft an: nämlich dann, wenn man verhindern will, dass das Vermögen irgendwann an die Erben eines bestimmten Angehörigen fällt. Klassiker sind z.B. die ungeliebte Schwiegermutter oder der Schwiegersohn. Das deutsche Recht erlaubt es dem Erblasser, anders als praktisch alle anderen Länder, per Testament auf diese Weise noch über die unmittelbar nachfolgende Generation hinaus zu bestimmen, was mit seinem Vermögen geschehen soll.

Auch geliebte Angehörige werden oft nur als Vorerben eingesetzt, z.B. im sogenannten Behindertentestament. Durch diese Konstellation soll verhindert werden, dass der Staat, der den behinderten Angehörigen versorgt, sich aus der Erbmasse sein Geld zurückholt. Eine vergleichbare Konstellation sind verschuldete Angehörige oder solche, die mit Geld nicht umgehen können. Da liefert man Gläubigern mit einem falschen Testament Vorlage: Würde man die Angehörigen zu normalen Erben einsetzen, würden sich schnell ihre Gläubiger bedienen und das Geld wäre verloren.

Was ist Vor- und Nacherbschaft?

Sobald der Erblasser verstirbt geht sein Vermögen auf den Vorerben über. Der Nacherbe bekommt zunächst einmal gar nichts. Der Vorerbe darf das Vermögen nutzen, d.h ...

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