Surfen kann den Job kosten! (Zur Privatnutzung des Internets am Arbeitsplatz )

Wer im Büro arbeitet, hat dort einen betrieblichen Internetanschluss. Für viele liegt es deshalb nahe, wenn gerade nichts Wichtiges anliegt am Firmenrechner kurz die privaten Mails oder das eigene Social-Media-Profil zu überprüfen

Das klingt harmlos, muss es aber nicht sein. Jedenfalls nicht aus Arbeitgebersicht.

Jeder Arbeitnehmer sollte sich deshalb vor dem ersten privaten Klick fragen, ob er hierfür die Erlaubnis seines Arbeitgebers besitzt. Es gibt jedenfalls kein automatisches Recht, einmal kurz die eigenen E-Mails abzurufen.

Statt dessen gilt: Der Arbeitgeber entscheidet über die private Nutzung von Internet am Arbeitsplatz.

Wenn im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder in einer Dienstanweisung nichts zu diesem Punkt geregelt ist und auch keine ausdrückliche Erlaubnis erteilt wird, kommt eine Duldung des Arbeitgebers in Betracht. Das bedeutet, dass eine Person mit Leitungsbefugnis in der Vergangenheit bestimmte Internetnutzungen der Arbeitnehmer tatsächlich bemerkt hat (!) und daraufhin nichts unternommen hat. Dann können Arbeitnehmer davon ausgehen, dass auch in Zukunft eine private Internetnutzung in diesem bzw. einem normalen Rahmen ohne Folgen bleiben wird.

Gibt es allerdings weder eine ausdrückliche Regelung noch eine solche Duldung, muss der Arbeitnehmer von einem Verbot der privaten Internetnutzung ausgehen.

Dennoch privat Surfen? Die möglichen Folgen: Abmahnung und Kündigung

Überschreitet ein Arbeitnehmer die ausdrücklichen oder stillschweigenden Nutzungsrechte, begeht er im Zweifel eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung.

Diese Pflichtverletzung ist abmahnfähig und kann im Wiederholungsfall eine Kündigung rechtfertigen.

In extremen Fällen kann auch bei eigentlich erlaubter Privatnutzung eine Kündigung, auch ohne vorherige Abmahnung, ausgesprochen werden ...

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