Kliniken im “Handbetrieb” nach Cyberattacken und Fragen nach der Datensicherheit

von Liz Collet

Im gestrigen Beitrag Kliniken – {Sicherer} Hort Ihrer Patientendaten bei hartnäckig resistenten Viren? wurden Fragen zu den Cyberattacken in Kliniken angesprochen. Dass und wie wenig fern diese und die Überlegungen zu dem Geschehen lagen, spiegelt ein Beitrag im Deutschen Ärzteblatt, den es lohnt, in und zwischen den Zeilen genau zu lesen.

Die Formulierung, dass im Neusser Lukaskrankenhaus bei jedwedem Patientengeschehen “derzeit alles an Papier und Stift” hänge, mutet wie auch die weiteren Aussagen ein wenig verharmlosend an. Nicht nur, weil Ärzte und Angestellte wieder mit Zetteln, die mit der Hand geschrieben und aufwendig verteilt werden müssen und es heisst

„Wir können beispielsweise Röntgenbilder machen, es läuft aber ab wie vor zehn Jahren“, schildert Klinik-Sprecherin Ulla Dahmen die Arbeitsabläufe.”

Denn was genau darf man sich darunter vorstellen? Wird nicht dasselbe Röntgengerät verwendet? Was konkret soll ein Patient sich davon für ein Bild machen, was genau wie vor 10 Jahren und daher anders ablaufe? Und hat das Einfluss auf die Qualität der Diagnose und Behandlung? Wenn ja, in welcher Weise? Wenn nein – erstaunlich und lehrreich für die Frage, ob und welche technischen, organisatorischen und anderen Änderungen in den letzten 10 Jahren wirklich sinnvoll, notwendig und auch als Kostenfaktor erforderlich und angemessen waren. Lehrreich auch für die Zukunft, welche etwaigen und vor allem kostenauslösenden Neuerungen sinnvoll und nötig sein werden, wenn sie keinen Einfluss auf die Versorgung und ihre Qualität für Patienten hätten?

Weiterhin steht nach dem Bericht fest:

“Nur zwei Tage nach dem Angriff in Neuss trifft eine weitere Cyberattacke das Klinikum Arnsberg im Sauerland. Der betroffene Server wird abgeschaltet, dann das komplette System heruntergefahren ...

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