Die perfekte Klausur – nichts einfacher als das.

„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ (Mark Twain)

Es gibt drei Phasen der Klausurbearbeitung: Die Sachverhaltserfassung, die Erstellung der Lösungsskizze und das eigentliche Schreiben der Klausur. Schief geht es meistens dann, wenn diese Phasen nicht durchlaufen oder vermengt werden.

1. Die Sachverhaltserfassung

Die Phase der Sachverhaltserfassung wird häufig unterschätzt. Die richtige Erfassung und die Konservierung des Sachverhalts für die Dauer der Falllösung sind von entscheidender Bedeutung für die Klausur. Bei der Sachverhaltserfassung empfehle ich, in zwei Schritten vorzugehen.

a) Nur Lesen

Zunächst empfehle ich, den Sachverhalt einmal nur durchzulesen. Ob Du dabei erst den Text und dann die Fallfrage liest oder umgekehrt ist letztlich egal.

Allerdings rate ich davon ab, in dieser Phase bereits Dinge zu markieren. Einige neigen dazu, gewissermaßen als Lesehilfe und nach gefühlter Wichtigkeit schon bei der ersten Lektüre nahezu den gesamten Sachverhalt zu markieren. Nicht selten erfolgen dann sogar noch weitere Markierungen, so dass am Ende der ganze Sachverhalt markiert ist, einzelne Wörter sogar mehrfach, z.B. in unterschiedlichen Farben. Das ist wenig hilfreich. In dieser Phase geht es wirklich nur darum, den Sachverhalt in seiner Gesamtheit einmal zu erfassen. Markieren kann man immer noch in der Phase der qualifizierten Erfassung.

b) Qualifiziertes Erfassen

Im Anschluss muss der Sachverhalt noch einmal durchgearbeitet werden. Allerdings auch jetzt nicht, indem Du nach gefühlter Wichtigkeit Dinge anstreichst. Wichtig ist, dass Du eine einfache Signatur entwickelst, die Dir hilft, den Sachverhalt zu überblicken, auch wenn in späteren Klausurphasen der Tunnelblick einsetzt. Im Öffentlichen Recht z.B. empfiehlt sich, rechtserhebliche Verhaltensweisen der Behörde („Rücknahme“, „Rückforderung“) zu markieren, z.B ...

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