AG Frankfurt am Main entscheidet mit Urteil vom 13.8.2015 – 32 C 2383/14 (84) – gegen die Allianz Vers AG hinsichtlich restlichen Schadensersatzes hinsichtlich der fiktiven Schadensabrechnung, insbesondere hinsichtlich der Verweisung, zu den restlichen Sachchverständigenkosten und Anwaltskosten, patzt aber bei der merkantilen Wertminderung.

von Willi Wacker

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

heute veöffentlichen wir für Euch hier noch ein Urteil aus Frankfurt am Main zur fiktiven Schadensabrechnung, zur Wertminderung, zu den Rechtsanwaltskosten und zu den Sachverständigenkosten. Wir meinen, dass es sich bis auf die Ausführungen zur Wertminderung um eine positive Entscheidung handelt. „Anerkannte Berechnungsmethoden“ zur Wertminderung – wo gibt es denn so etwas? Gerade der BGH hatte festgestellt, dass den Rechnungsmethoden die sachverständdige Feststellung immer vorzuziehen ist. Meint der vom Gericht bestellte Gutachter vielleicht die selbstgestrickten Tabellen irgendwelcher „Minderwertberechner“ ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Marktgegebenheiten? Und so was soll „anerkannt“ sein? Von wem bitte? Von Fachleuten bestimmt nicht. Insoweit ist die Entscheidung des Gerichts hinsichtlich der merkantilen Wetminderung nicht nachvollziehbar. Lest aber selbst das Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main und gebt Eure Kommentare ab.

Viele Grüße und eine schöne Woche. Willin Wacker

Amtsgericht Frankfurt am Main Verkündet It. Protokoll am: Aktenzeichen: 32 C 2383/14 (84) 13.8.15

Im Namen des Volkes Urteil

In dem Rechtsstreit

Klägerin

gegen

Allianz Versicherungs AG v.d.d. Vorstand, Theodor-Stern-Kai 1, 60596 Frankfurt am Main

Beklagte

hat das Amtsgericht Frankfurt am Main durch die Richterin am Amtsgericht L. aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 28.07.2015 für Recht erkannt:

Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 469,06 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 01.05.2014 sowie 78,90 EUR weitere vorgerichtliche Anwaltskosten zu zahlen sowie sie in Höhe weiterer 273,11 EUR vorgerichtlicher Sachverständigenkosten gegenüber dem Ing-Büro K. freizustellen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen ...

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