Sozialversicherungspflicht mitarbeitender Gesellschafter

von Udo Schwerd

Die Sozialversicherungspflicht mitarbeitender Gesellschafter in der GmbH beurteilt sich in erster Linie nach ihrem Anteil am Stammkapital oder aufgrund besonderer Vereinbarungen in der Satzung, die dem Gesellschafter bestimmte Sonderrechte einräumen. Im wesentlichen geht es darum, ob der mitarbeitende Gesellschafter aufgrund seiner Kapitalbeteiligung oder satzungsmäßiger Sonderrechte eine beherrschende Stellung in der GmbH besitzt und somit wie ein selbständiger Unternehmer zu behandeln ist.

Sozialversicherungspflicht mitarbeitender Gesellschafter

Auch beim mitarbeitenden Gesellschaftern ist stets genau zu prüfen, ob diese aufgrund

  • ihrer Anteile am Stammkapital der GmbH oder
  • satzungsmäßiger Sonderrechte

eine beherrschende Stellung in der Gesellschaft besitzen und somit wie ein selbständiger Unternehmer nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Eine fehlerhafte Beurteilung der Rechtslage kann im Nachhinein sehr teuer werden oder mit einem erheblichen Risiko verbunden sein, sei es,

  • weil eine Sozialversicherungspflicht übersehen oder
  • zu Unrecht bejaht wurde.

Diesbezüglich muss man wissen, dass die Rechtslage beim mitarbeitenden Gesellschafter eine andere ist als beim Gesellschafter-Geschäftsführer der GmbH.

Bei beiden Personengruppen beurteilt sich die Frage der Sozialversicherungspflicht nach dem Gesamtbild der vertraglichen und tatsächlichen Verhältnisse im Unternehmen. Anhaltspunkte für eine abhängige Beschäftigung sind

  • die Eingliederung in den Betrieb und
  • die Weisungsgebundenheit hinsichtlich Zeit, Dauer, Art und Ort der Tätigkeit,

die bei einem Gesellschafter-Geschäftsführer von Natur aus nicht sehr stark ausgeprägt sind, aber für die Statusfeststellung durch die Deutsche Rentenversicherung nicht mehr entscheidend sind ...

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