Acht große Irrtümer über Ehe und Scheidung.

Oft bin ich von Fragen oder Auffassungen meiner Mandanten überrascht, da ich meinte, dass jeder weiß, wie da die rechtliche Lage ist. Doch ich bin ja auch ein „Fachidiot“. Fragt man mich, wie ein Automotor aufgebaut ist, bin ich schließlich auch nur noch ein wandelndes Fragezeichen. Das vergessen wir Juristen nur gerne immer wieder.

Diese Erfahrungen haben mich bewogen, in diesem Blogartikel auf die häufigsten und folgenschwersten Irrtümer, mit denen Mandanten mich konfrontieren, einzugehen.

1. Ohne meine Zustimmung kann eine Scheidung erst nach 3 Trennungsjahren erfolgen.

DDRockstar – Fotolia.com

Eine Scheidung kann auch gegen den Willen eines Ehepartners bereits nach einem Jahr erfolgen. Maßgeblich ist allein, ob das Gericht die Ehe für gescheitert erachtet. Hierzu muß der Anwalt in Fällen der streitigen Scheidung, also, wenn ein Teil nicht einverstanden ist, genau vortragen. Er muß erklären, warum zumindest sein/-e Mandant/-in auf keinen Fall die Ehe fortführen will. Ein Indiz ist z. B., wenn ein neuer Partner im Spiel ist.

Neulich hatte ich so einen Fall:

Eine Mandantin kam zu mir und erklärte mir, ihr Mann sei zu seiner Freundin, mit der er sie offenbar schon länger betrogen hatte, gezogen. Nun wolle er die Scheidung, zumal diese Frau von ihm schwanger sei. Doch den Gefallen täte sie ihm nicht. Sie werde keiner Scheidung zustimmen, so daß er noch mindestens drei Jahre mit ihr in wilder Ehe leben müsse.

Es wurde schnell deutlich, dass die Mandantin durch das Verhalten ihres Mannes tief verletzt war und Schwierigkeiten hatte, mit der neuen Situation fertig zu werden. Ich führte ein langes Gespräch mit ihr und versuchte vorsichtig, ihren Blick in die Zukunft zu richten und darauf, wie diese ohne ihren Mann für sie positiv gestaltet werden könnte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK