Warum Autoren bezahlt werden sollten – sogar, wenn sie Anwälte sind

von Stephan Dirks

Kennen Sie Sätze wie „Gastautoren bezahlen wir grundsätzlich nicht”. Oder: „Wir haben die Policy, Expertenbeiträge nicht zu bezahlen, denn immerhin bekommen die ja die Reichweite“. Alternativ: „Als Gegenleistung für Ihren Beitrag bieten wir die Namensnennung unter dem Artikel an“?

Wenn ja – und wenn Sie diese oder ähnliche Sätze selbst sogar öfter einmal benutzen – dann ist der folgende Beitrag in eigener Sache interessant für Sie. Wir erklären Ihnen darin nämlich 6 gute Gründe, warum diese Sätze falsch sind und Sie sie aus ihrem Repertoire streichen sollten.

1. Wir sind Anwälte, die mit Kreativen zusammenarbeiten.

Wenn Sie sich einen Moment mit den Leistungen unserer Kanzlei und mit dem Umfeld, in dem wir arbeiten, auseinandergesetzt haben, haben Sie bemerkt: Wir arbeiten (auch) für Kreative und viel mit ihnen zusammen. Das geht nicht ohne ein gewisses Maß an Empathie. Und deshalb wissen und verstehen wir, dass Kreative es immer schwerer haben, für ihre Leistungen angemessen entlohnt zu werden. An dieser Entwicklung möchten wir – tatsächlich: aus ideellen Gründen – nicht mitwirken. Wir werden Ihnen Ihr Medium also dort nicht zum Nulltarif füllen, wo Sie einen “Berufs”-Autoren üblicherweise bezahlen müssten. Denn wir möchten der ohnehin zahlreichen kostenlosen Konkurrenz in diesem Markt nicht weitere Kostenloskonkurrenz hinzufügen. Und wenn Sie als Redakteur/in mal einen Augenblick drüber nachdenken, kommen Sie schnell drauf, dass diese Haltung in Ihrem ureigenen Interesse ist.

2. Wir meinen, dass Leistung bezahlt werden muss. Auch unsere.

Wir lassen uns unsere Leistungen bezahlen, weil wir wissen, dass sie etwas wert sind und weil wir für sie auch Wertschätzung erwarten ...

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