Vorgetäuschte Reparatur

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat mit Urteil vom 11. April 2014 entschieden (20 U 171/13), dass Versicherungsnehmer, die ihrem Kaskoversicherer gegenüber eine Reparatur vortäuschen, die in Wahrheit nicht durchgeführt wurde, ihren Versicherungsschutz verlieren.

Ein Mann und späterer Kläger war bei dem beklagten Versicherer mit seinem Wohnmobil Vollkasko-versichert.

Das Fahrzeug wurde nach einem selbstverschuldeten Unfall durch einen vom Versicherer beauftragten Sachverständigen begutachtet. Wenig später reichte der Kläger eine Reparaturkostenrechnung ein, die auf Heller und Pfennig den Werten des Gutachtens entsprach.

Vor Regulierung des Schadens stellte sich heraus, dass es sich um eine Gefälligkeitsrechnung handelte, da das Fahrzeug tatsächlich nicht repariert worden war.

Der – sich getäuscht fühlende - Versicherer berief er sich wegen vorsätzlicher Verletzung der Aufklärungspflicht auf Leistungsfreiheit.

Als der Versicherte mit seiner gegen den Versicherer eingereichten Klage erstinstanzlich teilweise Erfolg hatte, unterlag er in der Berufungsinstanz ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK