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von Liz Collet

Das Thema der Woche bildete trauriger- und tragischerweise das Zugunglück in Bad Aibling.

Am Sonntag, 14. Februar 2016, findet in Bad Aibling der Trauergottesdienst für die Opfer des Zugunglücks vom 9. Februar statt, für diesen Tag wird Trauerbeflaggung an den staatlichen Dienstgebäuden angeordnet und von Gemeinden, Landkreisen und Bezirken sowie den übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts erbeten.

Die Ursachenklärung für das Unglück wird noch ihre Zeit in Anspruch nehmen und zu gegebener Zeit mit Ergebnissen für die einen mehr, für die anderen weniger Trost für Angehörige und Opfer bringen können, aber Klärung und – so die Hoffnung – auch Grundlagen liefern, die weitere solcher Unglücke vermeiden helfen, seien sie technischem oder menschlichem Versagen zuzuordnen.

Denn auch das ist Teil der Betroffenheit: Angst und der Umgang damit, ungeachtet solcher Tragödien und Unglücke wieder in einen Zug zu steigen, als überlebender Fahrgast, als Angehörige, als jeder, der selbst täglich darauf angewiesen ist oder seine Angehörigen aus dem Haus gehen lässt, in der Hoffnung, dass diese nie von einem solchen Geschehen betroffen sein werden oder müssen. Ein Beitrag der Mutter eines 17-jährigen fiel mir darunter auch besonders auf, nicht nur weil er viel spiegelt aus der Sicht der Medienvertreter, sondern auch schlicht der Mutter, in die man sich so gut hineinversetzen kann. Bemerkenswert aber auch die Schilderung darin, wie das eigene Kind (auch als Jugendlicher) Berichterstattungen wie eigenes Erleben der Situation empfindet. Und wie wichtig auch Schutz vor Medien und deren Vereinnahmung von Augenzeugenberichten sein kann und muss. Bei aller Pressefreiheit, bei allem öffentlichem Interesse.

Das Zugunglück in Bad Aibling war das Hauptthema der Woche und es fällt manchem schwer, neben Ereignissen wie diesen noch Aufmerksamkeit für anderen Themen zu haben ...

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