Vater verklagt Berliner Schule auf Austausch des Geschichtsbuches

von Andreas Stephan

Ein Berliner Vater war nicht mit dem Geschichtsbuch einverstanden, das die Schule seines 17-jährigen Sohnes verwendet, unter anderem weil in dem Buch die Landung der alliierten Truppen in Frankreich am 6. Juni 1944 als „Invasion“ bezeichnet wird. Diese Bezeichnung sei unzutreffend. Daher verklagte der Vater die Schule vor dem Verwaltungsgericht Berlin auf Austausch des Geschichtsbuches.

Der 17-jährige Sohn ist Schüler einer Oberschule in Berlin-Kreuzberg. Das Geschichtsbuch, das er von seiner Schule erhalten hat, bezeichnet die Landung der alliierten Truppen in Frankreich am 06. Juni 1944 als „Invasion“.

Der Kläger und Vater ist der Ansicht, dass diese Behauptung, die Landung als „Invasion“ zu bezeichnen, nicht den Tatsachen entspreche, da die Allierten nicht als „Invasoren“ angesehen werden könnten.

Diese Behauptung stelle einen Anfangsverdacht des Verunglimpfens von Verstorbenen dar, wenn die tausenden allierten Soldaten, die anlässlich der Landung gestorben waren, als „Invasoren“ disqualifiziert würden.

Darüber hinaus störte den Vater, dass der Überfall der Wehrmacht auf seine westlichen Nachbarn im Jahr 1940 in dem Buch verharmlosend als „Offensive im Westen“ bezeichnet wird.

Der Vater beschwerte sich bereits mehrfach bei der Schule. Daraufhin wurden die von dem Vater kritisierten Formulierungen in der Klasse seines Sohnes diskutiert. Das reichte dem Vater aber nicht. Er verlangte von der Schule den Austausch des Geschichtsbuches gegen ein anderes Werk. Die Klage wurde unter anderem damit begründet, dass das Berliner Schulgesetz die Schule zu Stellungnahmen gegen die Gewaltherrschaft des NS-Regimes verpflichte ...

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