“Hey, Sie könnte mit 59 aber noch schwanger werden!” {Das Grundbuchamt geht mit der Zeit….}

von Liz Collet

Ja, das Grundbuchamt geht mit der Zeit und hält Schritt mit den Fortschritten der Medizin, die Frauen auch mit 59 Jahren noch schwanger und Mütter werden lassen kann. Böse Zungen nennen die gleich zu berichtende Entscheidung unter der Hand bereits die “Lex Raunigk” in ironischer Anlehnung an die 65-Jährige, welche Schlagzeilen mit der Geburt von Vierlingen machte.

So manche Frau konnte früher mal hoffen, bei Bewerbungen für neue Jobs der insgeheimen Vorbehalts-Haltung potentieller Arbeitgeber “Die könnte doch womöglich schwanger werden” irgendwann mit zunehmendem Alter nicht mehr zu begegnen, bevor sie in die Altersdiskriminierungs-Falle rutschen würde. Es gab eine Zeit, da blieb diese Lücke auf einen neuen Job zwischen dem gebärfähigem Alter und vor der Rente, wo Frauen im Job noch und wieder eine Chance hatten. Weil sie weder noch schwanger werden würden, wenn sie aus dem Alter dafür raus waren oder aus dem Alter der inzwischen aus dem Gröbsten herausgewachsenden Kindelein und fit, fröhlich und arbeitshungrig genug, einen neuen Job anpacken zu wollen. Von dem sie auch weder jugendliche andere Interessen, noch Kinderkrankheiten, noch eigene Malaisen abhalten würden, zuverlässig auf dem Posten und voller Tatendrang zu sein, Erfahrung und Leistungsfähigkeit im Gepäck und parat. Und das noch roundabout 20 Jahre leichterhand bis zum Erreichen der Altersgrenze.
Während die Altersgrenze für Neueinstellungen sich rasant nach unten reduziert hat, allen Altersdiskriminierungsregelungen des Gesetzebers zum Trotze und Bewerber bereits ab 40 Jahre schon nicht mehr als vermittlungsfähig erscheinen lässt, ist das Gefahrenlimit für mögliche Schwangerschaften nicht erst seit jener Vierlingsmutter im Rentenalter weit nach oben gerutscht ...

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