Anonymes Shoppen im Laden nebenan oder im Netz? – Das war einmal – Bargeld, Bitcoin ad

von Daniela Windelband

Die Diskussion über die Einführung einer Obergrenze für Bargeld habe ich zuerst gar nicht so ernst genommen, denn, wann habe ich das letzte Mal eigentlich einen Betrag über 5.000,- Euro bar bezahlt? Das ist die Summe, die die Bundesregierung als Obergrenze plant. Gerne europaweit, zur Not aber auch alleine. Doch richtig, da gab es einen Autokauf in einer weiter entfernten Stadt und ich wollte weder dem Händler im Voraus Geld überweisen, noch wollte dieser mir Auto und Fahrzeugpapiere ohne Geld überlassen. Die Lösung: Barzahlung. Und nein, ich wollte kein Schwarzgeld waschen, habe mit Korruption nichts zu tun und terroristische Aktivitäten unterstütze ich auch nicht.

Argumente für eine Bargeldobergrenze

Als Argumente für eine Bargeldobergrenze werden die Bekämpfung von Terrorismus, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Schwarzgeldgeschäften angeführt. Die Anschläge von Paris, gerne als Paradebeispiel für die Erforderlichkeit stärkerer Überwachungsmaßnahmen in Europa genutzt, helfen hier jedoch gerade nicht. In Frankreich gibt es bereits seit längerem eine Obergrenze für Bargeldzahlungen (wie übrigens in weiten Teilen Europas – siehe die Übersichtskarte des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland).

Zu bedenken ist auch, dass, folgt man den Argumenten der Befürworter, die komplette Abschaffung des Bargelds eine logische Schlussfolgerung darstellen würde. John Cryan, Chef der Deutschen Bank, hat im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein Ende des Bargelds bereits in den nächsten zehn Jahren vorausgesagt. Erste Kritik von Datenschützern regt sich da schon.

Was spricht für Bargeld und Bitcoins?

Bei jedem Zahlvorgang fallen Daten an. Absender/Empfänger, Höhe des Betrags, Grund der Überweisung etc. Somit entstehen riesige Datenmengen, die bei unzureichendem Schutz gehackt und von Behörden zur Überwachung genutzt werden könnten ...

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